Interessengemeinschaft
 Verkehrswende Hohe Börde

Mitteilungsblatt der Gemeinde Hohe Börde

In Abstimmung mit der Bürgermeisterin und dem zuständigen Redakteur Maik Schulz werden wir in der nächsten Ausgabe des Mitteilungsblatt der Gemeinde einen Artikel über die IG veröffenlichen. 

Update 29.07.2021:
Hier ist der aktuelle Link zum Mitteilungsblatt

Aus redaktionellen Gründen muß unser Artikel auf 2800 Zeichen begrenzt werden. Da eine wie auch immer geartete Kürzung möglicherweise unser Anliegen nicht vollständig wiedergeben kann, hier die komplette Fassung des Artikels.

Interessengemeinschaft (IG) Verkehrswende Hohe Börde
Die Gemeinde Hohe Börde mit ihren 18 Ortsteilen liegt in der Magdeburger Börde und bietet einen lebenswerten ländlichen Raum für Familien, bäuerliche Betriebe und industrieller Unternehmen am Rande der Landeshauptstadt. Die Gemeinde treibt den Ausbau eines modernen Lebensraumes voran. So findet derzeit gerade der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur statt, um den wirtschaftlichen und privaten Lebensraum der Gemeinde weiter zu stärken.
Allerding liegt die Gemeinde auch in einem Verkehrsbrennpunkt, dessen Verkehrsaufkommen über Jahre hinweg gewachsen ist und auch weiter steigen wird. Die A2, die A14, die B1 und deren Verbindungs- und Zubringerstraßen müssen ein immer weiterwachsendes Verkehrsaufkommen aufnehmen. Viele Menschen in der Gemeinde kennen den Verkehrslärm, die Schadstoffausstoße und die Erschütterungen durch LKWs an den Straßen. Hinzu kommt die wachsende Gefahr für Fußgänger und Radfahrer. Derzeit sind die Anwohner besonders von den Baustellen auf der A2 betroffen. Nahezu täglich wälzen sich endlose Schlangen von LKWs und PKWs durch die Dörfer und deren enge Straßen. Nicht nur die Umleitungsstrecken sind betroffen. Findige Fahrer finden den Weg auch durch Dörfer, die nicht an den offiziellen Umleitungsstrecken liegen. So sind von diesem „Verkehrschaos“ fast alle Ortsteile der Gemeinde betroffen. Viele LKW-Fahrer nutzen die Parkplätze und die Straßen in den Gewerbegebieten auch als Übernachtungsstellplatz. Diese sind Infrastruktur seitig dafür nicht vorgesehen. Dementsprechend sehen diese Plätze auch stark verschmutzt aus. Unsere Bürgermeisterin Frau Trittel hat in einem Betrag des MDR die Versuche der Gemeinde dagegen zu wirken und dessen mäßigen Erfolg dargestellt.
Die zuständige Autobahnbaubehörde versichert, dass die Belastung nach Beendigung der Bauarbeiten auf der A2 wieder stark abnehmen wird. Die Erfahrung vieler Bürger ist eine andere. Nach Ende einer Baustelle kommt die nächste. Das ist auch nicht überraschend, denn die A2 ist eine der Hauptverkehrsadern in Europa und ihr Verkehrsaufkommen steigt ständig an. Übrigens haben die Planer beim Ausbau der A2 einen Lärmschutz für die Dörfer der Hohen Börde nicht vorgesehen.
Aber nicht nur der Durchgangsverkehr, auch der Schwerlastverkehr durch die ortsansässigen Unternehmen, wie der Steinbruch in Mammendorf oder die Logistikcenter in Hermsdorf, stellen eine zunehmende Belastung dar. Natürlich verstehen die Bürger, dass die Ortsteile durch das Ansiedeln von Gewerbe Steuereinnahmen generieren können, es sollte jedoch immer zwingend eine Abwägung zwischen wirtschaftliche Interessen und Lebensraums-Erhaltung der Bewohner stattfinden. Frustriert Anwohner machen ihren Ärger durch Transparente an ihren Häusern Luft.

Ist das Leben in der Gemeinde Hohe Börde noch lebenswert? Ja – findet die „IG Verkehrswende Hohe Börde“, aber wir, die Menschen der Gemeinde, müssen etwas tun!

Die IG hat sich vor kurzem mit dem Ziel gegründet , möglichst viele Bürger in die Diskussion um die Verkehrsgestaltung und -planung mit einzubeziehen. Sie wendet sich an alle Beteiligten wie, betroffene Bürger, Gemeindevertreter, Unternehmen, Verkehrsplaner oder politische Vertreter, um die Lebensbedingungen der Hohen Börde zu erhalten und Abwanderung von jungen Menschen zu verhindern.

Die IG verfolgt keine politischen Ziele und wird sich auch nicht von irgendeiner politischen Richtung einvernehmen lassen. Es soll die Frage diskutiert werden, wie kann der wachsende Verkehr bewältigt werden und die Lebens- und Wohnbedingungen für möglichst viele Bürger attraktiv bleiben. Im zweiten Schritt wird dann die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen angestrebt, wobei diese sich nicht über Jahre hinziehen dürfen. Das Ziel der IG ist also ein Verkehrskonzept für die gesamte Gemeinde einschließlich aller Ortsteile zu erstellen und umzusetzen, dass sich in das Konzept für den wirtschaftlichen Ausbau der Gemeinde, z.B. durch Windparks oder Solarparks, einbettet und immer die Lebens- und Wohnverhältnisse der Bürger berücksichtigt und verbessert.

Kontakt zur „Interessengemeinschaft Verkehrswende Hohe Börde“ können interessierte Bürger auf Facebook und Instagram unter dem Hashtag
IGVERKEHRSWENDE_HOHEBÖRDE,
auf unserer Website
https://ig-verkehrswende-hoheboerde.de
sowie per E-Mail
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aufnehmen.
Dort können sie auch alle Informationen nachlesen. Wir freuen uns über jedes aktive oder passive Mitglied.

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